Füger, Heinrich Friedrich


Heilbronn 8.12.1751 - 5.11.1818 Wien

Name: Füger, Heinrich Friedrich
Namensansetzungen: Füger Heinrich Friedrich
Nationalität: D
Lebensdaten: 8.12.1751 - 5.11.1818
Geburtsort: Heilbronn, Deutschland
Todesort: Wien, Österreich
Beruf: Maler


Seit 1764 war Füger Schüler von Nicolas Guibal (1725-1784) an der Hohen Karlsschule in Stuttgart. 1768 nahm er ein Jurastudium an der Universität Halle auf, ging aber noch im selben Jahr zu Adam Friedrich Oeser (1717-1799) nach Leipzig an die Zeichenschule in der Pleißenburg. In den Jahren 1770 und 1771 arbeitete er als Miniaturmaler und bekam Aufträge des sächsischen Hofs. 1771 hielt er sich zeitweilig in Leipzig auf, 1772 in Heilbronn. Von 1774 bis 1776 setzte er seine künstlerische Ausbildung in Wien fort. Er fertigte Miniaturbildnisse für die kaiserliche Familie an und malte Historienbilder in Öl. 1776 ging er als Stipendiat des Wiener Hofes nach Rom. Das Studium der Antiken und der Werke Raffaels sowie die Begegnung mit Anton Raphael Mengs, in dessen Atelier er zwischen 1777 und 1779 arbeitete, prägten seinen klassizistischen Malstil. Von 1781 bis 1783 war er in Neapel und führte im Auftrag der königlichen Familie Porträts und Fresken für die königliche Bibliothek in Caserta aus. 1783 kehrte er nach Wien zurück und wurde zum Vizedirektor der Kunstakademie berufen, 1795 zum Direktor. Seit 1806 war er außerdem Direktor der Kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere. Als Hof- und Kammermaler machte Füger auch Entwürfe für die kaiserliche Porzellanfabrik, für Medaillen und plastische Werke wie Brunnen, Denk- und Grabmäler sowie für Theatervorhänge und Bilderrahmen. Füger war ein international beschäftigter Porträtist und anerkannter Historienmaler, der in Wien die klassizistische Malerei etabliert hat.

Stix 1925; Wilczek 1925; ders. 1928, S. 329-354; Schwarzenberg 1974.


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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