Hackert, Jakob Philipp


Prenzlau 15.9.1737 - 28.4.1807 San Piero di Careggi/Florenz

Name: Hackert, Jakob Philipp
Namensansetzungen: Hackert Jakob Philipp
Lebensdaten: 15.9.1737 - 28.4.1807
Geburtsort: Prenzlau, Deutschland
Todesort: San Piero di Careggi/Florenz, Italien
Beruf:


Jakob Philipp Hackert arbeitete zunächst in der Malerwerkstatt seines Vaters und der seines Onkels, bis er 1758 in die Zeichenklasse der Königlichen Akademie in Berlin eintrat, die Nicolas Lesueur (1716-1783) leitete. In den Jahren 1762/63 hielt er sich in Stralsund und auf Rügen auf, 1764 in Schweden. 1765 brach er gemeinsam mit seinem Bruder Johann Gottlieb nach Paris auf, von wo aus sie Reisen in die Normandie unternahmen. Drei Jahre später gingen sie nach Italien und arbeiteten die nächsten Jahre in Rom zusammen. 1770 reiste Hackert nach Neapel und war für William Hamilton tätig, 1771 schuf er für Katharina II. von Russland zwölf Gemälde mit Darstellungen russischer Seekämpfe. 1777 unternahm er mit dem Engländer R. Payne Knight eine Reise nach Sizilien, 1778 nach Oberitalien und in die Schweiz. 1782 arbeitete er wieder in Neapel im Auftrag des russischen Thronfolgers, des späteren Paul I., und für Ferdinand IV. von Neapel, der ihn 1786 zu seinem Hofmaler ernannte. Im Frühjahr 1787 lernte Hackert dort Johann Wolfgang von Goethe kennen, der nach dem Tod des Malers dessen Lebensbeschreibung überarbeitet und veröffentlicht hat. Nach Ausbruch der Revolution in Neapel und dem Eindringen der Franzosen verließ Hackert 1799 gemeinsam mit seinem Bruder Georg, der seit 1772 mit ihm zusammenarbeitete, die Stadt und floh über Pisa nach Florenz, wo er bis zu seinem Tod in einer Villa nahe der Stadt lebte.
Die besondere Leistung Hackerts, dessen Werk von Veduten und Prospekten bis zur idealen Landschaftsmalerei reicht, beruht auf seiner persönlichen Naturbeobachtung. In der eindringlichen Vertiefung und künstlerischen Vergegenwärtigung von Einzelphänomenen in Natur und Landschaft erreichte er das sichtbare Bewusstmachen eines Erlebens der Landschaft, wie sie in der Romantik fortgesetzt wurde.

Goethe 1891, Bd. 46; Krönig/Wegner 1994; Nordhoff/Reimer 1994; Weidner 1998.


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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