Tischbein, Christian Wilhelm


Marburg 2.5.1751 - 31.7.1824 Schmiedeberg/Schlesien

Name: Tischbein, Christian Wilhelm
Namensansetzungen: Tischbein Christian Wilhelm
Nationalität: D
Lebensdaten: 2.5.1751 - 31.7.1824
Geburtsort: Marburg, Deutschland
Todesort: Schmiedeberg/Schlesien, Deutschland
Beruf: Maler; Architekt


Christian Wilhelm Tischbein, der sich vor allem als Baumeister hervorgetan hat, machte zunächst in Hamburg bei seinen Onkeln Johann Jakob (1760-1803) und Johann Anton Tischbein eine Malerlehre. Nachdem er etwa von 1765 bis 1773 in Hamburg gelebt hatte, zog er nach Arolsen und Korbach, machte eine Studienreise durch Deutschland und fand schließlich am Hof von Friedrich Erdmann Fürst von Anhalt-Cöthen-Pleß eine Anstellung. 1781/82 war er Zeichenlehrer der gräflichen Kinder im Dienst des Reichsgrafen Hans Heinrich V. von Hochberg auf Schloss Fürstenstein in Schlesien, dann Galeriedirektor am Hof des Herzogs Erdmann von Braunschweig-Oels zu Oels. 1790 – nach Architekturstudien in Breslau – wurde er Baudirektor seines ehemaligen Schülers, Hans Heinrich VI. von Hochberg, in Breslau und Fürstenstein. In Fürstenstein leitete er sämtliche baulichen Anlagen, gestaltete die Garten- und Grottenanlagen des Schlosses und errichtete neben einzelnen Schmuck- und Gutsbauten im klassizistischen Stil 1797 die Fürstenburg in neogotischer Manier, die als sein Hauptwerk gilt.
Christian Wilhelm Tischbein hat überwiegend Architekturzeichnungen angefertigt und nur einige Landschaften und Bildnisse gemalt, zuweilen stattete er auch die von ihm errichteten Bauten mit dekorativen Wandmalereien aus.

Nagler, Bd. 18, 1848, S. 506f.; Nonn 1912; Rump 1912, S. 141; AK Waldeck 1929, S. 66f.; Thieme/Becker, Bd. 33, 1939, S. 206f.


Letzte Aktualisierung: 22.03.2017


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