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Caroline Juliane Albertine von Schlotheim, spätere Gräfin von Hessenstein



Caroline Juliane Albertine von Schlotheim, spätere Gräfin von Hessenstein


Inventar Nr.: 1875/1625
Bezeichnung: Caroline Juliane Albertine von Schlotheim, spätere Gräfin von Hessenstein
Künstler: Wilhelm Boettner (1752 - 1805), Maler/in
Dargestellt: Caroline von Schlotheim (1766 - 1847)
Wilhelm Karl von Schlotheim (1790 - 1867), Vermutet
Ferdinand von Schlotheim (1791 - 1794), Vermutet
Karoline Frederike Auguste Schlotheim (1792 - 1797), Vermutet
Datierung: 1793
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 46,2 x 38,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

alter Bestand, Erwerbungsdatum unbekannt

Beschriftungen: Signatur: bez. u.r. (am Tisch): W. Böttner pinx 1793
Beschriftung allg.: verso auf dem Keilrahmen in blauer Kreide: Salon


Katalogtext:
Vor neutralem graubraunem Grund mit einem dunkelroten Vorhang am linken Bildrand sitzt Caroline von Schlotheim (1767-1847), die Mätresse Wilhelms IX. (1743-1821), an einem Tisch, auf den sie ihren linken Arm stützt und einen hellvioletten Stoffbeutel – den Pompadour – abgelegt hat. Sie trägt ein weißes Kleid mit einem weiten, weiß getupften Umhang darüber, der mit breit gefächerten Rüschen gesäumt und von einem rosafarbenen Band eingefasst ist. Dieser taillenlange Umhang mit zwei vorn lang herabhängenden Enden, der so genannte Mantelet, war zwischen 1775 und 1795 ein beliebtes Kleidungsstück. Wie im Porträt aus dem Jahr 1788 (1875/1174) hält Caroline von Schlotheim auch hier ein aufgeschlagenes Buch in der rechten Hand.
Der Mahagonistuhl, auf dem sie sitzt, mit dem dazugehörigen Tisch folgt mit seiner Lehne in Schildform und den fächerförmigen Sprossen, die mit Glockenblumenornamenten verziert sind, dem englischen »Hepplewhite-Style«, der im ausgehenden 18. Jahrhundert in Mode war und als Frisier- und Schreibtischstuhl diente.
Anders als im Porträt von 1788 ist Caroline von Schlotheim hier nicht als offizielle Mätresse des Landgrafen präsentiert, was auch im kleinen Bildformat deutlich wird. Weniger offensichtlich als in dem früheren Gemälde, wo in den Medaillons ihrer Armbänder Initialen und Bildnis Wilhelms IX. auftauchen, weist nur das ovale Miniaturbildnis auf dem Pompadour auf ihre Liaison mit dem Landgrafen hin. Die drei dargestellten Personen zeigen wohl die gemeinsamen Kinder: Wilhelm Carl (1790-1867), Ferdinand (1791-1794) und Caroline Friederike Auguste (1792-1797).
(S. Heraeus, 2003)


Literatur:
  • Knetsch, Carl: Das Haus Brabant.Genealogie der Herzöge von Brabant und der Landgrafen von Hessen. Darmstadt 1928, S. 155-157.
  • Musgrave, Clifford: Adam and Hepplewhite Furniture. London 1966.
  • Heraeus, Stefanie [Bearb.]; Eissenhauer, Michael [Hrsg.]: Spätbarock und Klassizismus. Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel [u.a.] 2003, Kat.Nr. 18, S. 34.


Letzte Aktualisierung: 24.09.2018


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