Fürstbischof Heinrich von Bibra



Fürstbischof Heinrich von Bibra


Inventar Nr.: 1875/Anh. 123 a
Bezeichnung: Fürstbischof Heinrich von Bibra
Künstler: Johann Andreas Herrlein (1723 - 1796)
Datierung: um 1765
Geogr. Bezug: Fulda
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 157 x 110,1 cm (oben barock geschweift) (Bildmaß)
Provenienz:

alter Bestand, Erwerbungsdatum unbekannt


Katalogtext:
Im traditionellen Ambiente barocker Repräsentationsporträts von geistlichen Würdenträgern Rigaudscher Prägung ist der Fürstbischof frontal vor einer wallenden dunkelroten Draperie und seinem Thronsessel wiedergegeben. Er trägt das schwarze Gewand der Benediktiner mit dem Spitzenumhang, auf dem das Pektorale an einem Band hängt. Der auf dem Tisch drapierte Fürstenhut bringt die weltliche Gewalt des Bischofs, die Mitra seine geistliche zum Ausdruck.
Heinrich von Bibra (1711-1788) trat 1729 in das Benediktiner-Stift in Fulda ein. 1734/35 war er in Rom, im April 1735 empfing er die Priesterweihe. Im Oktober 1759 zum Fürstbischof von Fulda gewählt, konnte er wegen des Siebenjährigen Krieges erst 1763 in die Residenz einziehen. Von Bibra gab sich als aufgeklärter Fürst. Er ließ umfangreiche Bauvorhaben und verschiedene Reformen zur Wirtschaftsförderung und im Bereich der Bildung durchführen.
Von dem Porträt gibt es mehrere Fassungen. Eine mit »1765« signierte Version führte Herrlein für den Saal des Fuldaer Domkapitels aus (Fulda, Dommuseum).


Literatur:
  • Leinweber, Josef: Die Fuldaer Äbte und Bischöfe. Frankfurt a. M. 1989, S. 159-163.
  • Johann Andreas Herrlein und die barocke Malerei in Fulda. Fulda 1991, Kat.Nr. 132, S. 164-166.
  • Heraeus, Stefanie [Bearb.]; Eissenhauer, Michael [Hrsg.]: Spätbarock und Klassizismus. Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel [u.a.] 2003, Kat.Nr. 53, S. 75.


Letzte Aktualisierung: 20.09.2017


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