Allegorie auf die Gründung der Kasseler Kunstakademie, Skizze



Allegorie auf die Gründung der Kasseler Kunstakademie, Skizze


Inventar Nr.: GK 940 (1875/1313)
Bezeichnung: Allegorie auf die Gründung der Kasseler Kunstakademie, Skizze
Künstler: Johann Heinrich d. Ä. Tischbein (1722 - 1789)
Datierung: um 1778
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Leinwand, doubliert
Maße: 50 x 39 cm (Bildmaß)
Umzug NG: 57,5 x 46,0 x 7,5 cm (Objektmaß)
Provenienz:

erworben 1934 von Frau Professor Schneider, Kassel

1911 Professor Hugo Schneider, Kassel

1790 bei Nachlassauktion

bis 1789 im Besitz des Malers


Katalogtext:
Nachdem Landgraf Friedrich II. 1775 die bildenden Künste aus dem Collegium Carolinum ausgegliedert hatte, einer fürstlichen Ritterakademie, die ihre Schüler auf die Universität und auf Aufgaben im Staatsdienst vorbereiten sollte, gründete er am 18. Oktober 1777 nach dem Vorbild der bekannten Kunstakademien in Paris, Bologna und Rom, Berlin und London eine eigene Maler- und Bildhauerakademie. 1781 wurde ihr die Abteilung für Baukunst angegliedert. Bis 1808 war die Akademie im so genannten Diemarschen Hause an der Schönen Aussicht untergebracht. Jährlich fand am 5. März, dem Namenstag Landgraf Friedrichs II., eine öffentliche Akademieausstellung statt, die erste im Jahr 1778. Tischbein d. Ä. wurde zum Professor für Malerei und zum Direktor der Akademie ernannt. Er feierte die landgräfliche Stiftung in einem allegorischen Gemälde (GK 941), für das er die vorliegende Studie anfertigte.
Die Studie ist eine der wenigen erhaltenen Ölskizzen Tischbeins. In besonders lockerer, dünner Malweise hat er die allegorische Darstellung skizziert. Bis auf die Figur der Fama, die hier zur Linken des Stifterbildnisses dargestellt ist und auf dem Gemälde am Himmel schwebt und Posaune blasend den Ruhm des Akademiestifters in die Welt hinausträgt, entspricht
der vorliegende Entwurf weitgehend der ausgeführten Gemäldeversion.


Literatur:
  • Nachlaß des im August vorigen Jahres alhier verstorbenen Raths und Professoris auch Directoris der hiesigen Maler Academie Herrn Johann Heinrich Tischbein, an Tableaux, Portraits, Kupferstichen und Zeichnungen. Kassel 1790, Kat.Nr. 62, S. 69.
  • Engelschall, Josef Friedrich: Johann Heinrich Tischbein d. Ä., ehemaliger Fürstlich-Hessischer Rath und Hofmaler, als Mensch und Künstler dargestellt, nebst einer Vorlesung von Casparson. Nürnberg 1797, Kat.Nr. 6, S. 130.
  • Knackfuß, Hermann: Geschichte der Königlichen Kunstakademie zu Kassel. Aus den Akten der Akademie zusammengestellt. Kassel 1908, S. 37-39.
  • Bahlmann, Hermann: Johann Heinrich Tischbein. Straßburg 1911, S. 29, 80.
  • Luthmer, Kurt: Die hessische Malerfamilie Tischbein. Verzeichnis ihrer Mitglieder und einer Auswahl ihrer Werke. Kassel 1934, Kat.Nr. 78.
  • Vom Rokoko zur Romantik. Kassel 1946, Kat.Nr. 4, S. 4.
  • 175 Jahre Kasseler akademie. Jubiläums-Ausstellung im Landesmuseum Kassel, veranstaltet von der Staatlichen Werkakademie und den Staatlichen Kunstsammlungen in Kassel. Ausstellungskat. Kassel 1952, Kat.Nr. 284.
  • Herzog, Erich [Bearb.]: Johann Heinrich Tischbein d. Ä. 1722-1789. Kassel 1964, Kat.Nr. 40.
  • Both, Wolf von; Vogel, Hans: Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel. Ein Fürst der Zopfzeit. o.O. 1973, S. 192-198.
  • Kunsträume. Die Länder zu Gast bei der Nationalgalerie Berlin. Berlin 1987, Kat.Nr. 1, S. 61.
  • Marianne Heinz [Bearb.]; Erich Herzog [Bearb.+ Hrsg.]: Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722 - 1789), Kassel trifft sich - Kassel erinnert sich in der Stadtsparkasse Kassel. Kassel 1989, Kat.Nr. 55, S. 172.
  • Tiegel-Hertfelder, Petra: "Historie war sein Fach". Mythologie und Geschichte im Werk Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. (1722-1789). Worms 1996, S. 38.
  • Heraeus, Stefanie [Bearb.]; Eissenhauer, Michael [Hrsg.]: Spätbarock und Klassizismus. Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel [u.a.] 2003, Kat.Nr. 226, S. 263.

Siehe auch:


  1. GK 941: Allegorie auf die Gründung der Kasseler Kunstakademie


Letzte Aktualisierung: 25.09.2017


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