Lesender Eremit in einer Berglandschaft



Lesender Eremit in einer Berglandschaft


Inventar Nr.: GK 1056
Bezeichnung: Lesender Eremit in einer Berglandschaft
Künstler: Juan de Solís (+1654), Zuschreibung
Datierung:
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl
Maße: 97,8 x 117,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben 1982 aus der Sammlung Dr. Günther Grzimek. Ravensburg


Katalogtext:
Angulo Iñiguez und Pérez Sánchez bezeichneten das Gemälde als Werk eines Schülers des Francisco Collantes, Schnackenburg wies es dem Umkreis Collantes’ zu. Es stellt eine weite Landschaft dar, vor der rechts auf einer Anhöhe ein Eremit sitzt. Angulo Iñiguez und Pérez Sánchez vermuteten, dass es sich um den Hl. Antonius Abbas handeln könnte. Unterhalb des Eremiten sind tatsächlich noch Reste einer Inschrift zu erkennen, die als „S. Antonio“ gelesen werden könnten. Wenngleich sich in der Bildung der Landschaft durchaus Parallelen zu Werken von Collantes zeigen, so ergeben sich doch im Detail Unterschiede. Insbesondere die etwas ungelenk gestaltete Figur macht eine Zuweisung des Gemäldes an Francisco Collantes undenkbar, wie ein Vergleich mit gesicherten Werken des Meisters in Köln und Düsseldorf belegt. Gerade hierin ergeben sich aber Gemeinsamkeiten zu Gemälden von Juan de Solís, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Madrid tätig war. Sein Schaffen hat erst in den letzten Jahren an Konturen gewonnen. Die bislang von ihm bekannt gewordenen Landschaften mit verschiedenen Eremiten zeigen eine vergleichbare Figurenbildung. Auch ist das Größenverhältnis von Figur und Landschaft ähnlich, so dass es wahrscheinlich ist, dass es sich auch bei dem Kasseler Gemälde um ein Werk von Juan de Solís handelt.
(J. Lange, 2010)


Literatur:
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 83-84.


Letzte Aktualisierung: 01.03.2018


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