Cebestafel



Cebestafel


Inventar Nr.: GK 1176
Bezeichnung: Cebestafel
Künstler: Pieter Claeissens (1500 - 1576), Werkstatt
Datierung: um 1563-1568
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl
Maße: 97 x 171,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben aus der Sammlung der Fürstbischöfe von Fulda, seit 1816 in kurhessischem Besitz.


Katalogtext:
Texte auf den Schrifttafeln beider Bilder s. Schleier, S. 47. Bei der Hades-Darstellung GK 1177 wird das 6. Buch aus Vergils Aeneis als Quelle genannt. Dargestellt ist der Übergang des menschlichen Lebens ins Elysium oder in den Orcus. GK 1176 verbildlicht einen moralphilosophischen Text des 1. Jhs. n. Chr., der seit der Renaissance dem Sokrates-Schüler Kebes zugeschrieben wurde. Da er die Form einer Bildbeschreibung hat, eines fiktiven Wandgemäldes im Chronos/Saturn-Tempel von Athen, wurde er mehrfach in bildliche Darstellungen übersetzt, vor allem im 16. Jh. Der Inhalt ist eine Allegorie des menschlichen Lebensweges durch Laster und Tugenden, mit der Möglichkeit einer Läuterung zur Glückseligkeit (s. auch P. Vandenbroeck, Jheronimus Bosch´ >>Hooiwagen<<: enkele bijkomende gegevens. In: Jb. Kon. Mus. voor Schone Kunsten Antwerpen 1987, S. 137 f.). * Eine Tabula Cebetis von derselben Hand oder aus derselben Werkstatt mit dem Datum 1573 befindet sich im Rijksmuseum Amsterdam, Inv. Nr. A 2372; Schleier Abb. 44.


Literatur:
  • Robert, Ernst Friedrich Ferdinand: Verzeichniß der Kurfürstlichen Gemählde-Sammlung. Cassel 1830, Kat.Nr. 1367, S. 212.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 208.
  • Dohe, Sebastian: Von Laster und Läuterung. Pieter Claeissens "Cebestafel" und "Hades", in: Jahrbuch der Museumslandschaft Hessen Kassel 2013, Petersberg 2014, S. 98-105.


Letzte Aktualisierung: 18.07.2017


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