Das Mahl der Esther



Das Mahl der Esther


Inventar Nr.: GK 1057
Bezeichnung: Das Mahl der Esther
Künstler: Jan Victors (1619 - nach 1676)
Datierung: um 1640
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 172 x 229 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben 1982 aus deutschem Privatbesitz


Katalogtext:
Esther, ein jüdisches Mädchen, wurde vom Perserkönig Ahasver zur Frau erwählt. Der König war den Juden wohlgesinnt, doch sein Günstling Haman verfolgte sie und plante ihre Ausrottung. Esther lud beide zu einem Festmahl ein und erhob sich während des Essens, um Haman vor dem König seiner Machenschaften anzuklagen. Zornbebend befahl Ahasver daraufhin die Hinrichtung Hamans. (Buch Esther) * Jan Victors, der als strenger Kalvinist auf die Gottesdarstellung verzichtete und aus der Bibel nur alttestamentarische Szenen wählte, malte allein die beliebte Esther-Geschichte viermal. Die Häufigkeit des Themas könnte ihre Ursache in der Identifikation der im Freiheitskampf stehenden Holländer mit dem Volk Israel haben. Victors' Fähigkeit liegt weniger in lebendiger Dramatik als im malerischen Reichtum der verzierten und gemusterten Stoffe und des Mahlzeitstillebens. Das unsignierte Bild entstand um oder bald nach 1640, möglicherweise noch in Rembrandts Werkstatt.


Literatur:
  • Beisheim, Johannes; Ketelsen, Thomas: Bibelbilder (mit Erläuterungen zu Werken der Kasseler Gemäldegalerie Alte Meister von T. Ketelsen). Kassel 1992, Kat.Nr. 11.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 307-308.
  • Weber, Gregor J. M. u.a.: Rembrandt-Bilder. Die historische Sammlung der Kasseler Gemäldegalerie. Ausstellungskatalog Staatliche Museen Kassel. München 2006, Kat.Nr. B 49, S. 265.
  • Justus Lange/Sebastian Dohe/Anne Harmssen: Mene, mene tekel. Das Gastmahl des Belsazar in der niederländischen Kunst. Kassel 2014, S. 52.


Letzte Aktualisierung: 20.08.2015


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