Sophonisbe empfängt durch einen Boten den Giftbecher



Sophonisbe empfängt durch einen Boten den Giftbecher


Inventar Nr.: GK 571
Bezeichnung: Sophonisbe empfängt durch einen Boten den Giftbecher
Künstler: Simon Vouet (1590 - 1649)
Datierung: um 1623
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 125,5 x 156,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben zwischen 1734 und 1738 in Amsterdam durch Wilhelm VIII.


Katalogtext:
Sophonisbe, die patriotisch gesinnte Tochter des karthagischen Feldherrn Hasdrubal, verstand es als Numidierkönigin, im Krieg mit Rom ihren Mann Syphax auf karthagischer Seite zu halten. Dieser wurde von dem mit Rom verbündeten Numidierfürsten Masinissa gefangengenommen, und Sophonisbe drohte die Auslieferung an die Römer. Als sie Masinissa um Schutz anflehte, verliebte sich dieser in sie und heiratete sie. Nun witterten die Römer Verrat und verlangten die Herausgabe der gefährlichen Feindin. Masinissa wagte nicht, sich zu widersetzen, doch sandte er Sophonisbe einen Diener mit einem Giftbecher, den sie austrank (Livius 30,15). Nach J. Thuillier (Ausst. Kat. Vouet 1990/91) könnte das Thema auch "Agrippina empfängt den von Nero gesandten Giftbecher" sein. * Von Guido Reni beeinflußtes Hauptwerk aus der römischen Frühzeit Vouets, gemalt um 1623. Das tragische Geschehen verdichtet sich im ausdrucksvollen Blickkontakt.


Literatur:
  • Hoet, Gerard: Catalogus of Naamlyst van Schilderyen, mit derzelver Pryzen. Zedert een langen Reeks van Jaaren zoo in Holland als op andere Plaatzen in het Openbaar verkogt. Den Haag 1752, 1770, Kat.Nr. 23, S. 412 (Bd. 1).
  • Causid, Simon: Verzeichnis der Hochfürstlich-Heßischen Gemälde-Sammlung in Cassel. Kassel 1783, Kat.Nr. 14, S. 37.
  • Gronau, Georg: Katalog der Könglichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913, Kat.Nr. 571, S. 54.
  • Voss, Hermann: Die Malerei des Barock in Rom. Berlin 1924, S. 477.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, Kat.Nr. 571, S. 90.
  • Luthmer, Kurt: Staatliche Gemäldegalerie zu Kassel. Kurzes Verzeichnis der Gemälde. 34. Aufl. Kassel 1934, Kat.Nr. 571, S. 45.
  • Voigt, Franz: Die Gemäldegalerie Kassel. Führer durch die Kasseler Galerie. Kassel 1938, Kat.Nr. 571, S. 77.
  • Vogel, Hans; Bode, Arnold; Schuh, Ernst: Gemälde der Kasseler Galerie kehren zurück. Ausstellung Kunsthistorisches Museum Wien 20.12.1955 - 5.2.1956, Hessisches Landesmuseum Kassel 18.3.1956 - 30.9.1956. Kassel 1955, Kat.Nr. 53, S. 22.
  • Vogel, Hans: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. Kassel 1958, Kat.Nr. 571, S. 171.
  • Bott, Gerhard; Gronau, Georg; Herzog, Erich; Weiler, Clemens: Meisterwerke hessischer Museen. Die Gemäldegalerien in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden. Hanau 1967, S. 106, 107.
  • Herzog, Erich: Die Gemäldegalerie der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel. Geschichte der Galerie von Georg Gronau und Erich Herzog. Hanau 1969, S. 18, 19.
  • Lehmann, Jürgen M.: Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Katalog 1. Italienische, französische und spanische Gemälde des 16.-18. Jahrhunderts. Fridingen 1980, S. 11, 289.
  • Lehmann, Jürgen Michael: Italienische, französische und spanische Meister in der Kasseler Gemäldegalerie. Sonderdruck für die Staatlichen Kunstsammlungen Kassel. Melsungen 1986, S. 26, 44.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 311.
  • Rosenberg, Pierre: Gesamtverzeichnis Französische Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts in deutschen Sammlungen. Bonn/München 2005, S. 204.
  • Rosenberg, Pierre: Poussin, Lorrain, Watteau, Fragonard... Französische Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts aus deutschen Sammlungen. Ostfildern-Ruit 2005, Kat.Nr. 178, S. 453.


Letzte Aktualisierung: 24.04.2014


Wissenschaftliche Kommentare:

Hier können Sie uns Anmerkungen und Kommentare zu unseren Objekten hinterlassen, die nach Sichtung durch unsere Mitarbeiter allen Lesern angezeigt werden. Gerne können Sie uns dabei auch Ihren Namen und Ihre Institution nennen, es ist aber nicht erforderlich. Sie können uns auch Ihre E-Mail-Adresse mitteilen, die ausdrücklich nur von unseren Mitarbeitern eingesehen werden kann.

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Einen neuen Kommentar hinzufügen.




© Museumslandschaft Hessen Kassel 2017
Datenschutzhinweis | Impressum