Achilles unter den Töchtern des Lykomedes



Achilles unter den Töchtern des Lykomedes


Inventar Nr.: GK 582
Bezeichnung: Achilles unter den Töchtern des Lykomedes
Künstler: Antonio Molinari (1655 - 1704), zugeschrieben
Datierung: 1675-1680
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl
Maße: 120 x 140,5 cm (Bildmaß)


Katalogtext:
Zu GK 581: Agrippina, die Witwe des Kaisers Claudius, hatte in den ersten Jahren der Herrschaft ihres Sohnes Nero eine außerordentliche Machtstellung. Nach mehreren vergeblichen Mordversuchen gelang es Nero im Jahre 59 n. Chr., seine Mutter durch einen Freigelassenen in ihrem Schlafzimmer mit dem Schwert erstechen zu lassen. Er eilte herbei und betrachtete lange den Körper der Toten, was die Gerüchte um eine Inzestbeziehung zwischen Mutter und Sohn verstärkte (Tacitus, Annalen 14; Sueton, Nero, 34). Zu GK 582: Um ihn vom Trojanischen Krieg fernzuhalten, sandte Thetis ihren Sohn Achilles zu Lykomedes, dem König von Skyros, der ihn in Mädchenkleider steckte. Die Griechen konnten ihn aber nicht entbehren und schickten Odysseus auf die Suche, der Achilles auf Skyros durch eine List entdeckte. Er breitete vor der Mädchenschar Geschenke aus, neben Schmuck auch ein Schwert und einen Schild, und ließ auf der Trompete ein Angriffssignal blasen. Daraufhin griff Achilles instinktiv nach den Waffen und folgte dem Ruf des Odysseus. (Ovid 13, 162 ff.) * Die Zuschreibung der lange als Carlo Cignani verzeichneten Bilder an A. Zanchi erfolgte 1957 durch Hermann Voß. A. Riccoboni denkt an Pietro Negri, E. A. Safarik an Antonio Molinari. Jüngst hat A. Craievich diese Zuschreibung bestätigt.


Inventare:
  • Summarisches Inventarium. Über die in dem königl. und hoch-fürstl. Kunst-Hause so genannten Medaillen-Cammer befindlichen Pretiosa und anderen Sachen. 1744 / 1747, S. 182, Nr. 126.
Literatur:
  • Causid, Simon: Verzeichnis der Hochfürstlich-Heßischen Gemälde-Sammlung in Cassel. Cassel 1783, Kat.Nr. 90, S. 114.
  • Eisenmann, Oscar: Katalog der Königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. Nachtrag von C. A. von Drach. Kassel 1888, Kat.Nr. 543, S. XXXIV-XXXV, 335.
  • Gronau, Georg: Katalog der Könglichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913, Kat.Nr. 582, S. 13.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, Kat.Nr. 582, S. 16.
  • Vogel, Hans: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. Kassel 1958, Kat.Nr. 582, S. 43.
  • Bott, Gerhard; Gronau, Georg; Herzog, Erich; Weiler, Clemens: Meisterwerke hessischer Museen. Die Gemäldegalerien in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden. Hanau 1967, S. 123.
  • Herzog, Erich: Die Gemäldegalerie der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel. Geschichte der Galerie von Georg Gronau und Erich Herzog. Hanau 1969, S. 15.
  • Lehmann, Jürgen M.: Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Katalog 1. Italienische, französische und spanische Gemälde des 16.-18. Jahrhunderts. Fridingen 1980, S. 9, 293-294.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 334.
  • Craievich, Alberto: Antonio Molinari. Soncino 2005, Kat.Nr. 14b, S. S. 136-137.
  • Justus Lange/ Sebastian Dohe: Patrimonia 341. Dirck van Baburen, Archill vor der Leiche des Patroklos. Gemäldegalerie Alte Meister, Museumslandschaft Hessen Kassel. Kassel 2013, S. 50.


Letzte Aktualisierung: 13.07.2017


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