Ludwig Friedrich Wilhelm August Freiherr Geyling von Altheim



Ludwig Friedrich Wilhelm August Freiherr Geyling von Altheim


Inventar Nr.: LM 1935/208
Bezeichnung: Ludwig Friedrich Wilhelm August Freiherr Geyling von Altheim
Künstler: Georg Karl Samuel Urlaub (1749 - 1811)
Datierung: um 1783
Geogr. Bezug: Hanau
Material / Technik: Leinwand
Maße: 41 x 34,7 cm (ovaler Spiegel) (Bildmaß)
Provenienz:

erworben 1935 als Vermächtnis von Frau Maria Horstmann, Berlin

Beschriftungen: Signatur: bez. u.l.: G: Carl Urlaub fecit à Hanau


Katalogtext:
In dem von Urlaub zumeist verwendeten konventionellen Porträttypus, dem Halbfigurenbildnis in ovalem Spiegel, erscheint Ludwig Friedrich Wilhelm August Freiherr Geyling von Altheim (1758-1847) vor mittelbraunem Grund, leicht nach links gewandt. Die Rechte in der Kavaliersgeste unter die weiße Seidenweste geschoben, wird er in einem rotbraunen Rock und Spitzenjabot als Mitglied der höfischen Gesellschaft vorgestellt. Ein ähnlich gestaltetes Porträt – aus dem Nachlass des Dargestellten – findet sich auf Schloss Ebnet in Freiburg.
Der in Hanau geborene Freiherr war der letzte der Linie zu Babenhausen, Seniorratsherr zu Altheim, ein Sohn von Eberhard Friedrich und Augusta Carolina Wilhelmina (LM 1935/207, LM 1935/212). Er war zunächst landgräflich Hessen-Hanauischer Regierungsrat und Hofgerichtsassessor, dann kurfürstlich-hessischer Geheimer Rat. Kurfürst Wilhelm I. setzte ihn für diplomatische Sondermissionen ein. So war er als hessischer Gesandter an den Verhandlungen mit Napoleon über den »Kurverein« beteiligt, die 1804 in Mainz und 1807 in Paris stattfanden. Zwischen 1810 und 1813 war er für das Departement Hanau Mitglied der Ständeversammlung des Großherzogtums Frankfurt. 1814 wurde er zum Obersthofmeister der Kurfürstin Caroline Wilhelmine ernannt. Nach 1798 war er mit Maria Sophia, geborene Freiin Beyer von Boppard, verheiratet, die Urlaub ebenfalls porträtiert hat (LM 1935/214).


Archivalien:
  • Freiherrlich Gayling von Altheim'sches Gesamtarchiv Schloss Ebnet. Freiburg/Breisgau.
Literatur:
  • Strippelmann, F.: Beiträge zur Geschichte Hessen-Cassels. Marburg 1877, S. 177-192.
  • Losch, Philipp: Kurfürst Wilhelm I. Landgraf von Hessen. Marburg 1923, S. 288.
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Limburg 1951ff., S. 161 (Bd. 22, 2002).
  • Lengemann, Jochen: Parlamente in Hessen 1808- 1813. Frankfurt a. M. 1991, S. 139.
  • Heraeus, Stefanie [Bearb.]; Eissenhauer, Michael [Hrsg.]: Spätbarock und Klassizismus. Bestandskatalog der Gemälde in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel [u.a.] 2003, Kat.Nr. 316, S. 340-341.


Letzte Aktualisierung: 04.10.2017


Wissenschaftliche Kommentare:

Hier können Sie uns Anmerkungen und Kommentare zu unseren Objekten hinterlassen, die nach Sichtung durch unsere Mitarbeiter allen Lesern angezeigt werden. Gerne können Sie uns dabei auch Ihren Namen und Ihre Institution nennen, es ist aber nicht erforderlich. Sie können uns auch Ihre E-Mail-Adresse mitteilen, die ausdrücklich nur von unseren Mitarbeitern eingesehen werden kann.

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Einen neuen Kommentar hinzufügen.




© Museumslandschaft Hessen Kassel 2017
Datenschutzhinweis | Impressum