Der Selbstmord der Lucretia



Der Selbstmord der Lucretia


Inventar Nr.: GK 468
Bezeichnung: Der Selbstmord der Lucretia
Künstler: Charles-Alphonse Dufresnoy (1611 - 1668)
Datierung: 1660 - 1668
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 131,2 x 158 x 9 cm mit RSS (Rahmenmaß)
116,3 x 137,5 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben 1750 durch Wilhelm VIII. mit dem Kabinett des Valerius Röver, Delft


Katalogtext:
Lucretia war von Sextus Tarquinius, dem Sohn des letzten römischen Königs Tarquinius Superbus, in ihrem Schlafgemach mit dem Schwert bedroht und vergewaltigt worden (vgl. Palma il Giovane, GK 501). Am nächsten Morgen ließ sie ihren Vater und ihren Mann Collatinus herbeirufen, berichtete von der Untat und ließ die Männer Rache schwören. Danach tötete sie sich mit einem Dolch. Der ebenfalls anwesende Brutus rief das Volk zusammen und beseitigte das tyrannische Königtum zugunsten der Republik. (Livius 1,57-59; Ovid. Fasti 2, 725-852) * Gegenpole der strengen Diagonalkomposition moralisierenden Inhalts sind die hingesunkene Lucretia und die Statue der thronenden Göttin Juno, Hüterin der Ehe. Hauptwerk aus der mittleren Schaffensperiode des Malers um 1660.


Literatur:
  • Hoet, Gerard: Catalogus of Naamlyst van Schilderyen, mit derzelver Pryzen. Zedert een langen Reeks van Jaaren zoo in Holland als op andere Plaatzen in het Openbaar verkogt. Den Haag 1752, 1770, Kat.Nr. 87, 19, 10, S. 274, 637, 396 (Bd. 1).
  • Causid, Simon: Verzeichnis der Hochfürstlich-Heßischen Gemälde-Sammlung in Cassel. Kassel 1783, Kat.Nr. 2, S. 242.
  • Eisenmann, Oscar: Katalog der Königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. Nachtrag von C. A. von Drach. Kassel 1888, Kat.Nr. 432, S. XLVI Anm. 54), 276-277.
  • Moes, E. W.: Het Kunstkabinet van Valerius Röver te Delft. In: Oud Holland 30 (1913), S. 4-24, Kat.Nr. 109, S. 23.
  • Gronau, Georg: Katalog der Könglichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913, Kat.Nr. 468, S. 23.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, Kat.Nr. 468, S. 28.
  • Luthmer, Kurt: Staatliche Gemäldegalerie zu Kassel. Kurzes Verzeichnis der Gemälde. 34. Aufl. Kassel 1934, Kat.Nr. 468, S. 39.
  • Voigt, Franz: Die Gemäldegalerie Kassel. Führer durch die Kasseler Galerie. Kassel 1938, Kat.Nr. 468, S. 65.
  • Vogel, Hans: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. Kassel 1958, Kat.Nr. 468, S. 60.
  • Schnackenburg, Bernhard: Flämische Meister in der Kasseler Gemäldegalerie. Kassel 1985, Kat.Nr. 41, S. 53.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 117.
  • Rosenberg, Pierre: Gesamtverzeichnis Französische Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts in deutschen Sammlungen. Bonn/München 2005, S. 66.
  • Rosenberg, Pierre: Poussin, Lorrain, Watteau, Fragonard... Französische Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts aus deutschen Sammlungen. Ostfildern-Ruit 2005, Kat.Nr. 37, S. 338.
  • Kairis, Pierre-Yves: Bertholet Flémel (1614-1675). Le "Raphael des Pays-Bas" au carrefour de Liège et de Paris. Paris 2015, S. 183.


Letzte Aktualisierung: 28.09.2017


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