Das Morraspiel



Das Morraspiel


Inventar Nr.: GK 186
Bezeichnung: Das Morraspiel
Künstler: Johann Liss (um 1597 - 1631)
Datierung:
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 75,3 x 55,9 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben vor 1749 durch Wilhelm VIII.


Katalogtext:
Beim volkstümlichen Morraspiel muß die Zahl von plötzlich ausgestreckten Fingern sämtlicher Spieler mit einer gleichzeitig ausgerufenen Zahl übereinstimmen. Partner sind hier ein Jüngling und eine Frau, womit das Spiel mit der Liebe zum eigentlichen Bildthema wird. Ein Mann im Hintergrund, der süße Trauben aus dem Weinlaub pflückt, unterstreicht den erotischen Sinngehalt. * Das um 1621 in Venedig entstandene Bild steht in der Tradition der niederländischen Genremalerei, die breite, weiche Malerei der hellen Farben ist aber von Domenico Fetti beeinflußt, der sich zur selben Zeit in Venedig aufhielt.


Literatur:
  • Causid, Simon: Verzeichnis der Hochfürstlich-Heßischen Gemälde-Sammlung in Cassel. Kassel 1783, Kat.Nr. 21, S. 91.
  • Aubel, L.; Eisenmann, Oscar: Verzeichniß der in der Neuen Gemälde-Galerie zu Cassel befindlichen Bilder. 2. Aufl. Kassel 1878, Kat.Nr. 162, S. 16.
  • Eisenmann, Oscar: Katalog der Königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. Nachtrag von C. A. von Drach. Kassel 1888, Kat.Nr. 169, S. 111.
  • Voll, Karl: Die Meisterwerke der königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. München 1904.
  • Gronau, Georg: Katalog der Könglichen Gemäldegalerie zu Cassel. Berlin 1913, Kat.Nr. 186, S. 38.
  • Oldenbourg, Rudolf: Jan Lys. In: Jahrbuch der Königlich Preuszischen Kunstsammlungen 35 (1914), S. 136-167, S. 148.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, Kat.Nr. 186, S. 45.
  • Fiocco, Guiseppe: Die Venezianische Malerei des 17. und des 18. Jahrhunderts. Florenz/München 1929, S. 22.
  • Luthmer, Kurt: Staatliche Gemäldegalerie zu Kassel. Kurzes Verzeichnis der Gemälde. 34. Aufl. Kassel 1934, Kat.Nr. 186, S. 19.
  • Voigt, Franz: Die Gemäldegalerie Kassel. Führer durch die Kasseler Galerie. Kassel 1938, Kat.Nr. 186, S. 49.
  • Goering, Max: Deutsche Malerei des siebzehnten und achtzehnten Jahrhunderts. Von den Manieristen bis zum Klassizismus. Berlin 1940.
  • Grote, Ludwig: Aufgang der Neuzeit. Deutsche Kunst und Kultur von Dürers Tod bis zum Dreißigjährigen Kriege 1530-1650. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Ausstellung 15.7.1952 - 15.10.1952. Nürnberg 1952, Kat.Nr. N 6, S. 126.
  • Vogel, Hans: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. Kassel 1958, Kat.Nr. 186, S. 87.
  • Vogel, Hans: 45 Gemälde der Kasseler Galerie. Kassel 1961, S. 40.
  • Lehmann, Jürgen M.; Verein der Freunde der Kasseler Kunstsammlungen, Kassel e. V. (Hrsg.): Gemäldegalerie Alte Meister. Schloß Wilhelmstal. Bildheft mit 100 Meisterwerken. Kassel 1975.
  • Adler, Wolfgang; Herzog, Erich; Lahusen, Friedrich; Lehmann, Jürgen M.: Gemäldegalerie Alte Meister Schloß Wilhelmshöhe. Braunschweig 1981, S. 103.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 173.
  • Lukatis, Christiane: Dem künstlerischen Genius auf der Spur. Italienische Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel. Petersberg 2010, Kat.Nr. 45.
  • Lange, Justus: Ärger mit den Alten Meistern. Ein Galeriebesuch von 1886 und seine Folgen, in: Jahrbuch der Museumslandschaft Hessen Kassel 2013, 2014, S. 92–97. 2014.


Letzte Aktualisierung: 09.02.2016


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