Hiob wird von seinem Weib verspottet (Gegenstück zu GK 530)



Hiob wird von seinem Weib verspottet (Gegenstück zu GK 530)


Inventar Nr.: GK 529
Bezeichnung: Hiob wird von seinem Weib verspottet (Gegenstück zu GK 530)
Künstler: Antonio Zanoni (1648 - um 1720), zugeschrieben
Datierung:
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 100,5 x 78 cm (Bildmaß)
Provenienz:

erworben aus dem Nachlass des 1756 verstorbenen Kammerrats Johann Friedrich Plümque durch Wilhelm VIII. oder Friedrich II.


Katalogtext:
Zum Thema von GK 529 s. Venezianischer Meister um 1700, GK 987. Zu GK 530: Kurz vor seinem Tod rief der blinde Isaak seinen erstgeborenen Sohn Esau zu sich, um ihn zu segnen, schickte ihn aber vorher auf die Jagd. Währenddessen überredete Rebekka Jakob, die Kleider seines älteren Bruders anzuziehen, und sandte ihn in die Kammer des Vaters, wo er den Segen empfing. Der betrogene Esau mußte nun Jakob dienen, beschloß aber, ihn zu erschlagen. (1. Buch Moses 27, 1-40) * Lehmanns Zuschreibung an G. B. Langetti fand keine Zustimmung. Der bereits aus der Mitte des 18. Jhs. überlieferte Name "Zanonus" könnte authentisch sein, ist aber interpretationsbedürftig. Gegen die Festlegung auf Andrea Zanoni (1669-1730) seit dem Inventar von 1816 spricht der seicenteske Charakter der Helldunkelmalerei, die unmittelbar an Johann Carl Loth anschließt. Mehr Gewicht hat deshalb der Vorschlag von Lehmann (1968) und Pallucchini, GK 529 und 530 mit Andreas Vater Antonio zu verbinden. Vergleichsstücke in dessen kaum bekannter dekorativer Quadraturmalerei lassen sich allerdings nicht anführen.


Literatur:
  • Robert, Ernst Friedrich Ferdinand: Versuch eines Verzeichnisses der Kurfürstlich Hessischen Gemählde-Sammlung. Cassel 1819, Kat.Nr. 627, S. 103.
  • Robert, Ernst Friedrich Ferdinand: Verzeichniß der Kurfürstlichen Gemählde-Sammlung. Cassel 1830, Kat.Nr. 735, S. 122.
  • Parthey, Gustav: Deutscher Bildersaal. Verzeichniss der in Deutschland vorhandenen Oelbilder verstorbener Maler aller Schulen. Berlin 1863/64, Kat.Nr. 3, S. 828 (Bd. 2).
  • Aubel, L.; Eisenmann, Oscar: Verzeichniß der in dem Lokale der Neuen Gemälde-Galerie zu Cassel befindlichen Bilder. 2. Aufl. Cassel 1878, Kat.Nr. 735, S. 66.
  • Eisenmann, Oscar: Katalog der Königlichen Gemälde-Galerie zu Cassel. Nachtrag von C. A. von Drach. Kassel 1888, Kat.Nr. 491, S. 313.
  • Thieme, U. [Hrsg.]; Becker, F [Hrsg.]; Vollmer, H. [Hrsg.]: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig 1907-1950, S. 410 (Bd. 36, 1947).
  • Herzog, Erich; Lehmann, Jürgen M.: Unbekannte Schätze der Kasseler Gemälde-Galerie. Kassel 1968, S. 32.
  • Lehmann, Jürgen M.: Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Katalog 1. Italienische, französische und spanische Gemälde des 16.-18. Jahrhunderts. Fridingen 1980, S. 10, 149.
  • Pallucchini, Rodolfo: La Pittura veneziana del Seicento. Mailand 1981, S. 264, 357 (Bd. 1).
  • Beisheim, Johannes; Ketelsen, Thomas: Bibelbilder (mit Erläuterungen zu Werken der Kasseler Gemäldegalerie Alte Meister von T. Ketelsen). Kassel 1992, Kat.Nr. 12.
  • Schnackenburg, Bernhard: Gemäldegalerie Alte Meister Gesamtkatalog. Staatliche Museen Kassel. 2 Bde. Mainz 1996, S. 335.


Letzte Aktualisierung: 09.02.2016


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