Strack, Ludwig Philipp


1761 - 1836

Name: Strack, Ludwig Philipp
Namensansetzungen: Strack, Philipp (Andere Schreibweise)
Nationalität: D
Lebensdaten: 1761 - 1836
Geburtsort: Haina, Deutschland, 10.8.1761
Todesort: Oldenburg, Deutschland, 27.1.1836
Beruf: Maler, Graphiker


Mit zwölf Jahren wurde Strack Schüler seines Vetters, des Porträtisten und Galeriedirektors Johann Heinrich Tischbein d. J. in Kassel und kopierte dort die alten Meister. Auf Vermittlung seines Onkels Johann Heinrich Tischbein d. Ä. trat er 1783 in den Dienst des Erbprinzen Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg. Diese Stelle gab er 1784 wieder auf, um sich bei seinem Onkel Johann Jakob Tischbein in Lübeck und dessen Bruder Johann Anton Tischbein in Hamburg weiterzubilden. Anschließend besuchte er die Kasseler Akademie, wo er 1787 zusammen mit Johann Georg Pforr die goldene Preismedaille und ein Reisestipendium nach Italien erhielt. In Rom lebte er in dem deutschen Künstlerkreis um Angelika Kauffmann, Johann Christian Reinhart, Johann August Nahl d. J. und seinen Vetter Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Von dort aus unternahm er ausgedehnte Studienreisen in die Umgebung Roms und nach Sizilien. 1794 kehrte er kurz nach Kassel zurück, heiratete seine Lübecker Cousine Magdalene Tischbein und wurde 1796 zum Hofmaler ernannt. Sein alter Gönner, der Herzog von Oldenburg, berief ihn 1799 als Hofmaler nach Eutin und 1803 nach Oldenburg, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis zu seinem Tode tätig war.
Während seines Italienaufenthalts hatte sich Strack der Landschaftsmalerei zugewandt. Unter dem Einfluss der "Porträtlandschaften" Philipp Hackerts löste er sich von niederländischen Vorbildern und fand zu einer eigenständigen Form der idyllischen Ideallandschaft, in der sich genaue Detailbeobachtung der Natur mit arkadischer Staffage und einer warmen und milden Farbigkeit verbindet.

Thieme-Becker 32 (1938), S. 144; Ausst.-Kat. Ludwig Philipp Strack. Gemälde, Zeichnungen, Graphik. Jubiläums-Ausstellung des Kurhessischen Hoflandschaftsmalers und Eutiner Hofmalers, Kiel/Kassel 1961/62; G. Wietek, Die Wandgemälde Ludwig Philipp Stracks für Georg Friedrich Baur in Altona, in: Altonaer Museum in Hamburg, Jahrbuch 5 (1967), S. 33-52; Ausst.-Kat. Natur und Naturzerstörung in der schleswig-holsteinischen Kunst der letzten 200 Jahre, Stadt- und Schiffahrtsmuseum, Kiel 1985/86, S. 46-49


Letzte Aktualisierung: 28.05.2019


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