Opfertod der Alkeste



Opfertod der Alkeste


Inventar Nr.: SM 1.1.736
Bezeichnung: Opfertod der Alkeste
Künstler: Johann Heinrich d. Ä. Tischbein (1722 - 1789), Künstler
Datierung: 1780
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl auf Leinwand, Keilrahmen
Maße: 124 x 158 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Fünffigurengruppe: Sterbende Alkeste mit ihren beiden Kindern, ihrem Gatten und einer Dienerin. Die totenbleiche, geschwächte Alkeste liegt auf einem Bett in weißem Gewand und mit einem Kopftuch bekleidet, den Blick nach oben gerichtet. Ihre Beine sind mit einer grünen Brokatdecke verdeckt. Die Sterbende nimmt Abschied von ihrem Sohn Eumelos zu ihrer Rechten und ihrer kleinen Tochter Perimele in rosafarbem Gewand, die von einer Dienerin gehalten wird. Hinter dem Lager steht Alkestes Gemahl Admet, für den sie in den Opfertod geht. Mit verbittertem Gesichtsausdruck hält er sich am Lager fest, mit seiner rechten Hand verhüllt er die Augen. Die mit farbigen Gewändern dargestellten 'lebenden' Personen stehen im krassen Kontrast zur weiß erhellten sterbenden Alkeste, was die Dramatik des Geschehens drastisch erhöht. Im Hintergrund grüner Vorhang mit Fransenbehang, links Wandgliederung, u.a. mit Balustrade, Säule und Pilaster. Auf der Balustrade bezeichnet ''J: H: Tischbein pinx: 1780''.
inv. B.Linnemann, 19.04.1999


Literatur:
  • Marianne Heinz [Bearb.]; Erich Herzog [Bearb.+ Hrsg.]: Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722 - 1789), Kassel trifft sich - Kassel erinnert sich in der Stadtsparkasse Kassel. Kassel 1989, S. 195, Kat.Nr. B 22.
  • Tiegel-Hertfelder, Petra: "Historie war sein Fach". Mythologie und Geschichte im Werk Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. (1722-1789). Worms 1996, S. 188-193, 363, Kat.Nr. G 96.
  • 3x Tischbein und die europäische Malerei um 1800. Kat. Staatliche Museen Kassel, Museum der bildenden Künste Leipzig. München 2005, S. 92, Kat.Nr. 18.

Siehe auch:


  1. SM 1.1.735: Alkeste wird von Herkules aus der Unterwelt zurückgebracht


Letzte Aktualisierung: 02.11.2020


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