Coriolan empfängt seine Mutter und Gemahlin im Lager der Volsker



Coriolan empfängt seine Mutter und Gemahlin im Lager der Volsker


Inventar Nr.: SM 1.1.784
Bezeichnung: Coriolan empfängt seine Mutter und Gemahlin im Lager der Volsker
Künstler: Johann Heinrich d. Ä. Tischbein (1722 - 1789), Künstler
Datierung: 1777
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl auf Leinwand, Keilrahmen
Maße: 155,5 x 108 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Eine von 2 zusammengehörigen Darstellungen aus der römisch-historischen Legende um G. Marcius Coriolanus.
Im Vordergrund mittig eine Gruppe aus Coriolan, stehend rechts, links daneben seine Gemahlin Volumina, an die sich der jüngste Sohn lehnt. Der ältere Sohn stehend davor, hinter Volumina die Mutter Coriolans, Veturia, stehend.
Coriolan im Brustpanzer und Helm, er trägt ein rotes Untergewand und Beinkleider, dazu einen roten Mantel. Er ist von seinem Sessel aufgestanden, der hinter ihm zu sehen ist. Das rechte Bein ist vorgesetzt, das linke zurückgenommen. Mit beiden Händen umfaßt er den linken Arm von Volumnia und blickt mit Tränen in den Augen nach oben. Volumina trägt ein weißes Gewand mit hellblauem Überwurf. Sie blickt ebenfalls mit Tränen in den Augen zu Coriolan auf. Der jüngste Sohn folgt der Blickrichtung der Mutter, während der ältere zu Boden blickt. Die Mutter Coriolans in dunklen Gewändern, den Blick auf ihren Sohn gerichtet, mit der rechten Hand auf eine im Hintergrund sichtbare Stadt bzw. auf knieende Frauen weisend. Hinter der zentralen Gruppe sowie in der rechten Bildhälfte Krieger im Gespräch, links die Gruppe aus 3 knieenden Frauen. Hintergrundkulisse aus Zelten und dunkelroter Draperie rechts. Vor der Stadt links Berittene und Fußsoldaten. Auf dem Keilrahmen: Schloss Wilhelmshöhe Bilderverzeichnis 812. In der linken unteren Ecke signiert und datiert: J.H. Tischbein pinx 1777.
Dargestellt ist die Szene, als der an der Spitze des Volskerheeres gegen Rom kämpfende Coriolan eine Frauengesandschaft unter seiner Gemahlin und Mutter empfängt und sich durch sie von der Eroberung Roms abbringen läßt.
Inv. v.Meter 03.08.99


Literatur:
  • Marianne Heinz [Bearb.]; Erich Herzog [Bearb.+ Hrsg.]: Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1722 - 1789), Kassel trifft sich - Kassel erinnert sich in der Stadtsparkasse Kassel. Kassel 1989, S. 195, Kat.Nr. B 20.
  • Tiegel-Hertfelder, Petra: "Historie war sein Fach". Mythologie und Geschichte im Werk Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. (1722-1789). Worms 1996, S. 199, 357-358, Kat.Nr. G 84.

Siehe auch:


  1. SM 1.1.783: Coriolans Abschied von seiner Familie


Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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