Hermann und Thusnelda



Hermann und Thusnelda


Inventar Nr.: SM 1.1.799
Bezeichnung: Hermann und Thusnelda
Künstler: Jacob Tischbein (1725 - 1791), Künstler, fraglich
Datierung: nach 1782
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl auf Leinwand, Keilrahmen
Maße: 68,6 x 84,3 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
In der Bildmitte leicht links der Mittelachse Hermann und Thusnelda, sitzend unter einer Eiche. Thusnelda trägt ein hellblaues Gewand mit einem roséfarbenen Mantel darüber. Sie blickt auf Hermann links neben ihr, legt ihre linke Hand auf seine Schulter und weist mit dem rechten Zeigefinger auf den Boden. Hermann hat die Hände auf ein Schwert gestützt. Er trägt lange Hosen und ein braungeschecktes Fell um die Schultern sowie einen Helm auf dem Kopf, den ein sich aufbäumendes Pferd ziert. Er blickt zu Thusnelda hinüber. Vor den beiden liegen verschiedene Gegenstände auf dem Boden: ein runder Schild, ein roter Mantel (Feldherrnmantel), ein Panzer, Schwert, Köcher mit Pfeilen, Helm und Liktorenbündel, ein Legionsadler und römische Feldzeichen. Rechts im Vordergrund zwei Krieger, die weitere Beutestücke, einen Panzer und einen Legionsadler herbeibringen, als Pendant dazu links im Vordergrund Krug und Schale sowie eine Speerspitze. Hinter Hermann steht ein bärtiger, weißgekleideter Mann, der Druide Brenno, der einen Eichenzweig und eine Sichel in der rechten Hand hält und sich mit einem vor ihm stehenden Krieger unterhält. Der Krieger weist mit der ausgestreckten rechten Hand auf eine rechts im Hintergrund sichtbar werdende Gruppe von Berittenen und Fußsoldaten (gefangene römische Soldaten?). Hinter Thusnelda zwei stehende Frauen, die auf die Szene blicken. eine davon trägt ein Gefäß mit Blüten, die sie im Begriff ist zu streuen. Hinter dem Druiden weitere Krieger, dazu links im Hintergrund Quelle, an der ein Mann Wasser schöpft. Waldkulisse mit Landschaftsausblick in der rechten Bildhälfte.
Die Darstellung ist von der 11. Szene aus der ''Hermanns Schlacht'' von Klopstock inspiriert. Zugrunde liegt dieser Bearbeitung das historische Ereignis der Varus-Schlacht im Jahre 9 n. Chr., als der Cheruskerfürst Hermann (Arminius) mit seinen Verbündeten über drei Legionen des P. Quinctilius Varus siegte.
Inv. v.Meter 31.08.1999


Literatur:
  • Robert, Ernst Friedrich Ferdinand: Verzeichniß der Kurfürstlichen Gemählde-Sammlung. Cassel 1830, S. 148, Kat.Nr. 922.
  • Tiegel-Hertfelder, Petra: "Historie war sein Fach". Mythologie und Geschichte im Werk Johann Heinrich Tischbeins d. Ä. (1722-1789). Worms 1996, S. 387.

Siehe auch:


  1. SM 1.1.800: Siegmar nimmt Abschied von Brenno


Letzte Aktualisierung: 02.11.2020


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